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Naziszene
"Freie Kräfte" / "Autonome Nationalisten" PDF Drucken E-Mail
Viele Rechtsextremisten sind bewusst nicht Mitglieder von festen Organisationen oder Parteien und bilden stattdessen informelle Strukturen. Die so genannten „Freie Kräfte“ erhalten in letzter Zeit immer mehr Zulauf. Oft handelt es sich bei den Angehörigen um ehemalige Kameradschaftsmitglieder. „Freie Kräfte“ firmieren unter unterschiedlichen Bezeichnungen wie „Freie Nationalisten“, aber auch „Nationale Sozialisten“ usw. Ihr ideologisches Profil ist klar neonazistisch.
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Junge Landsmannschaft Ostdeutschland PDF Drucken E-Mail
Die „Junge Landsmannschaft Ostdeutschland“ (JLO) wurde 1991 als Jugendorganisation des Vertriebenenverbandes Landsmannschaft Ostpreußen gegründet und hieß ursprünglich „Junge Landsmannschaft Ostpreußen“. Die Landsmannschaft trennte sich aber 2000 von der JLO aufgrund derer rechtsextremer Tendenzen. 2006 benannte sich die JLO aufgrund juristischen Drucks der Landsmannschaft Ostpreußen in „Junge Landsmannschaft Ostdeutschland“ um.
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Gedächtnisstätte PDF Drucken E-Mail

Der Verein Gedächtnisstätte e.V. wurde bereits 1992 gegründet. Seit dem Jahr 2006 hat der Verein eine eigene Immobilie in Borna (Landkreis Leipzig). Während der Verein offiziell „eine würdige Gedächtnisstätte für die Opfer des zweiten Weltkrieges durch Bomben, Verschleppung, Vertreibung und in Gefangenenlagern einrichten“ will, hat er sich zu einer der bedeutendsten Institutionen des intellektuellen Rechtsextremismus in Sachsen entwickelt. Dabei versuchte der Verein in der Vergangenheit öffentlich seriös aufzutreten und so auch für ein konservativ-bürgerliches Publikum attraktiv zu werden. Tatsächlich handelt es sich um einen beliebten Anlaufpunkt für die Neonazi-Szene.

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Szeneläden PDF Drucken E-Mail

Musik ist ein beliebtes Mittel politische Inhalte an Jugendliche zu vermitteln und zu deren Politisierung beizutragen. Einer der führenden Köpfe, der die strategische Bedeutung des Mediums Musik für die rechtsextreme Szene erkannte, war Ian Stuart Donaldson. Mitglied der britischen Neonazi-Band Skrewdriver und Mitbegründer des international agierenden, in Deutschland verbotenen, Neonazi-Netzwerks Blood & Honour. Auch die NPD ist auf diesen Zug aufgesprungen und hat in verschiedenen Bundestags- und Landtagswahlkämpfen seit dem Jahr 2004 so genannte Schulhof-CD’s verteilt. Auf diesen findet sich eine Auswahl rechtsextremer Bands, mittels derer insbesondere Erstwähler für die Partei gewonnen werden sollen.

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Kameradschaften PDF Drucken E-Mail

Nach einer Reihe von Verboten rechtsextremer Organisationen zu Beginn der 1990er Jahre setzte ein Umstrukturierungsprozess innerhalb des Neonazi-Spektrums hin zu loseren Organisationsformen ein. Ziel war die Fortsetzung der politischen Arbeit in nicht verbotsfähigen Strukturen. Der Begriff Kameradschaft umfasst dabei ein weites Spektrum: von bundesweit vernetzten, straff organisierten Zusammenschlüssen, bis hin zu lediglich regional begrenzten losen Zusammenhängen weniger Jugendlicher.

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Freies Netz PDF Drucken E-Mail

Das Freie Netz ist eine überregional tätige Vernetzungsstruktur von regional aktiven Neonazi-Strukturen der freien Szene. Mit seinen derzeit neun lokalen Strukturen in Altenburg, Borna-Geithain, Burg, Chemnitz, Leipzig, Merseburg, Nordsachsen, Zwickau und Jena ist es bundeslandübergreifend in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen tätig.

Die im Freien Netz organisierten Strukturen sind sehr aktionsorientiert. Regelmäßig finden sich Berichte über Demonstrationen und Aufrufe zu Demonstrationen. Darüber hinaus finden ideologische Schulungen statt. Das Freie Netz agiert sehr flexibel und ist in der Lage schnell bis zu 300 Personen für Aktionen zu mobilisieren.

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